Überblick über das Buch "Law as Performance"
Tiraden gegen juristische Theatralik sind fast so alt wie das Recht selbst. Gleichzeitig besteht die alte Behauptung, dass Recht nicht nur angewendet, sondern auch sichtbar als ausgeführt werden muss. Law as Performance untersucht diese Geschichte der juristischen Performance und des Zuschauertums in der Frühen Neuzeit.
Inhalt
Das Buch betrachtet Recht nicht nur als eine Sammlung von Regeln oder Doktrinen, sondern als eine expressive Handlung, die das Recht schafft. Es beleuchtet Aufführungen in verschiedenen Kontexten, wie:
- städtische Arenen
- Gerichtssäle und Richterkammern
- Märkte
- Schafotte
- und Straßen
Darüber hinaus analysiert es vielfältige Quellen, die diese Aufführungen konfrontierten, darunter Rechtskodizes, juristische Traktate, Prozessberichte, Anleitungen für Anwälte, Exekutionsgeschichten, Rhetorikbücher und Bilder. Damit wird eine lange und oft übersehene Tradition juristischer Reflexion über Recht als Performance wiederentdeckt.
Bedeutung
Diese Tradition generierte nicht nur eine vielfältige Poetik und Politik der juristischen Performance, sondern bestimmte auch die fundamentalen Normen, die Recht von Theater unterscheiden. Wo Recht für rationale Abwägung, Regeln und Disziplinierung stand, symbolisierte Theater Künstlichkeit und Unterhaltung. Dennoch zeigt das Buch, dass selbst theatralische juristische Leistungen essenziell für die Funktion des Rechts sind: für die Formung juristischer Akteure, Überzeugung, Abschreckung und die Ausübung von Gerichtsbarkeit.
Sprache und Anwendbarkeit
Obwohl dieses Buch sich auf Rechtsgeschichtsschreibung und -theorie konzentriert, eignet es sich für akademischen Unterricht, Forschung und Selbststudium in juristischen und sprachlichen Kontexten. Das Sprachniveau ist hoch und erfordert eine fortgeschrittene Beherrschung des Niederländischen.
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