Dieses Studienbuch untersucht die Wirksamkeit präventiver psychologischer Versorgung in Hebammenpraxen. Es befasst sich mit den emotionalen Herausforderungen, die Eltern beim Übergang in die Elternschaft erleben. Hormonelle Schwankungen, Schlafmangel und neue Verantwortlichkeiten können unverarbeitete Emotionen oder Traumata aktivieren, was Stress und Ungleichgewicht verursacht. In den Niederlanden ist die präventive psychologische Versorgung in der Geburtshilfe bislang noch begrenzt, während eine frühzeitige Erkennung durch Hebammen von entscheidender Bedeutung ist. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die psychische Gesundheit von Eltern die Bindung an das Kind beeinflusst. Unsichere Bindung, die bei 30–40 % der niederländischen Kinder bis zum zwölften Lebensjahr auftritt, erhöht das Risiko für Angst, Depressionen und Verhaltensprobleme. Präventive Interventionen während der Schwangerschaft und in der Wochenbettzeit können diese Risiken verringern und zu dauerhaft positiven Effekten auf das Wohlbefinden sowie die gesellschaftlichen Kosten führen. Dieses Buch ist eine wertvolle Quelle für Fachkräfte, die die psychologische Versorgung in der Geburtshilfe stärken und so zu einem gesunden Start für Eltern und Kind beitragen möchten.

