Das Glas-Panzerbrechen Kristin Thompson ist ein englischsprachiges gedrucktes Studienbuch über Filmtheorie und -kritik. Es richtet sich an Studierende der Hochschulen sowie an Fachleute in der Film- und Medienwelt.
Thompson behandelt in diesem Buch, wie klassische Filme oft mit einer „glass armor“ der Vertrautheit überzogen sind. Sie argumentiert, dass Kritiker in der Regel mit festen analytischen Methoden arbeiten und Filme auswählen, die dazu einfach passen. Dagegen ermutigt der Neoformalismus den Kritiker, sich bei jedem Film anders damit auseinanderzusetzen und seine oder ihre Annahmen fortlaufend anzupassen.
Mit Analysen von elf Filmen—von Hollywood-Klassikern wie Terror by Night bis hin zu Meisterwerken wie Späte Frühlingszeit und Lancelot du Lac—bespricht Thompson unter anderem Formalismus, Realismus und das Durchbrechen von Konventionen. Sie zeigt, wie Filme wie Die Fahrraddiebe und Die Spielregeln den formalen Realismus historisch begreifen, während andere Filme den Zuschauer entwürdigen, indem sie Erwartungen durchbrechen.
Dieses Nachschlagewerk vermeidet Fachjargon und macht den Neoformalismus zugänglich, ohne an analytischer Tiefe einzubüßen. Das Glas-Panzerbrechen zielt darauf ab, neue Wege zu eröffnen, um Kino zu durchdringen und kritisch zu betrachten.
Themen: Filmgeschichte, Theorie, kritische Ansätze, Neoformalismus, klassische Filmkunst.

